Themenbeitrag
RegioPole-Netzwerk setzt Impulse auf dem Tag der Regionen 2026 in Trier
Am 8. und 9. Juni 2026 präsentierte sich das Deutsche RegioPole-Netzwerk auf dem 4. „Tag der Regionen“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Trier. Gemeinsam mit der Stadt Trier nutzte das Netzwerk die Veranstaltung, um den Raumtyp Regiopole, die Arbeit des Netzwerks sowie konkrete Projekte und Kooperationen aus den Regiopolregionen einem breiten Fachpublikum vorzustellen.
Im Rahmen eines Ausstellungsstands wurde Trier als Regiopole und aktives Mitglied des Deutschen RegioPole-Netzwerks präsentiert. Die Ausstellung informierte über die Besonderheiten von Regiopolen als eigenständigen Raumtyp zwischen Metropole und ländlichem Raum sowie über die Rolle des Netzwerks als Plattform für Erfahrungsaustausch, gemeinsame Interessenvertretung und die Entwicklung innovativer Lösungsansätze. Ein besonderes Highlight war die Präsentation des telemedizinischen Roboters „Carlo“, der beispielhaft zeigt, wie durch regionale Kooperationen innovative und praxisnahe Lösungen für aktuelle Herausforderungen in den Bereichen Daseinsvorsorge und Gesundheitsversorgung entstehen können.

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) sowie der Stadt Trier richtete das RegioPole-Netzwerk zudem eine Fachveranstaltung zum Thema „Wohnen im Verflechtungsraum: Wohnangebote für Auszubildende und Beschäftigte gemeinsam gestalten“ aus. Im Mittelpunkt standen Wohnangebote für Auszubildende und Beschäftigte sowie deren Bedeutung für die Fachkräftesicherung und die regionale Entwicklung. Diskutiert wurde, wie durch das Zusammenspiel von Kommunen, Wirtschaft, Wohnungswirtschaft und weiteren Akteuren tragfähige und bezahlbare Wohnlösungen entstehen können.
Praxisnahe Einblicke lieferten die Fachbeiträge der Referentinnen und Referenten:
- Lars Bredemeier, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Kultur und Welterbe der Stadt Erfurt, stellte das Stadt-Umland-Wohnkonzept der Landeshauptstadt vor.
- Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg, präsentierte Ansätze und Beispiele zum Thema Mitarbeiterwohnen.
- Magdalena Szablewska, technische Geschäftsführerin des Freiburger Stadtbau Verbunds, beleuchtete Perspektiven der kommunalen Wohnungswirtschaft.
- Benedikt Breithaupt von Breithaupt Architekten stellte mit dem Azubiwohnen im Alanbrooke Quartier in Paderborn ein innovatives Praxisbeispiel für bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende vor.
Die große Resonanz auf die Ausstellung und das Fachforum zeigte einmal mehr, wie relevant die Themen Fachkräftesicherung, Wohnen und regionale Kooperation für die Entwicklung von Regiopolregionen sind. Der Tag der Regionen bot dem Deutschen RegioPole-Netzwerk eine wertvolle Gelegenheit, die Potenziale von Regiopolen sichtbar zu machen und den fachlichen Austausch mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zu vertiefen.